Mabon

Wir feiern zwischen 20. – 23.09 das Erntedankfest. Es ist gekennzeichnet durch die Herbst-Tagundnachtgleiche. Der Tag und die Nacht haben die gleiche Länge.

Im Keltischen wird das Fest auch „MABON“ genannt.
Mabon war der walisische Sohn der Muttergöttin Modron, der Erdmutter und Schutzherrin der „Anderswelt“.
Mabon bedeutet „Großer Sohn“. Sein Vater war Mellt (=Blitz), der mit seinen Blitzen die Erde befruchtet und seinen Sohn zeugte.
Von der Geschichte her war es so, dass der kleine Mabon verschwand, als er nur drei Nächte alt war. Modron, die Erde, litt darunter furchtbar.
Überall wurde nach ihm gesucht. Und zuletzt fanden ihn drei Tiere, nämlich Amsel, Hirsch und Eule in der Anderswelt – der Bauchhöhle der Mutter Erde.

Im Moment ist alles im Gleichgewicht. Das sich ja im Sternzeichen der Waage wieder spiegelt.
Wie im letzten Jahreskreisfest, das Schnitterfest (Lammas am 1.August), steht auch in dieser Zeit der Erntedank an erster Stelle.

Wenn wir das Jahreskreisfest auf den Tag überträgt, dann entspricht dieses Fest dem Sonnenuntergang, dem Abendrot und der Dämmerung.
Der Sommer geht zu ende und die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür.

Die Ernte ist nun eingebracht, die Arbeit des Sommers ist vorbei.
Auch wir sind gewachsen und sind die Schritte gegangen. Es ist an der Zeit ein Freudenfest zu feiern und für die inneren und äußeren Gaben zu danken.
Ganz bewusst DIR danke zu sagen.
Danke an deine Füße, die dich tragen.
Danke an deine Hände, die dich berühren, die andere berühren…
Danke an deinen Mund, der spricht, der küsst, der die Nahrung aufnimmt…
Danke an deine Augen, die sehen.
Danke an dein Herz, das für dich schlägt, das liebt….
Danke an deine Ohren, die hören.
Danke an deine Nase, die riecht….
Danke an deine Haut, die fühlt, die dich schützt…
Diese Danksagung an dich bedeutet, sich selbst zu erkennen, in all deinen Facetten. In all deinen Farben. In deinem Klang. Dein wahres ICH zu erkennen. Deine Göttlichkeit. Deine Essenz. Dein Licht.

Erntedank ist ein Fest des Teilens und des Mitteilens. Früher war es Brauch, die letzten Ähren des Feldes stehen zu lassen, um den Göttern einen Rückzugsplatz zu geben und um den Wildtieren Nahrung zu lassen.
Auch wir können den Brauch des Teilens pflegen, indem wir z.b. volle Sonnenblumen am Zaun hängen, damit die Vögel und andere hungrige Wesen sich laben können.

Es ist ein wirkliches Feiern der Fülle!!

Mabon ist ein guter Zeitpunkt, um eine persönliche Bilanz zu ziehen für das vergangene Jahr.

Persönliche Fragen, die du dir zu dieser Zeit stellen kannst:

  • Was ist meine Frucht und Ernte dieses Jahres, was hast du alles erreicht?
  • Welche Arbeiten sind abgeschlossen, welche möchte ich noch weiterführen oder auch nicht weiterführen?

Feiere dich!

 

Termin – Schamanischer Abend: auf Anfrage
Info & Anmeldung: info@white-eagle.at